Ratgeber Pflegeversicherung

Ist seit 1995 Teil der Sozialversicherung, in Deutschland Grundlage ist das Sozialgesetzbuch XI (SGB .XI). Die Pflegeversicherung leistet bei ambulanter und stationärer Pflegebedürftigkeit. Eingeführt wurde die Pflegeversicherung unter Norbert Blüm (CDU), der von 1982 bis 1998 Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung war. Unter den politischen Parteien bestand Einigkeit, dass die Finanzierung der Kosten für die notwendige Pflege, bei einer alternden Bevölkerung, diese zusätzliche Säule der Sozialversicherung notwendig macht.

Bisher mussten die Kosten für die notwendige Pflege von den Vermögen, den Angehörigen und überwiegend von der Sozialhilfe getragen werden. Es war abzusehen, dass die Sozialhilfe mit dieser Aufgabe überlastet war. Man kann 3 Arten der Pflegeversicherung unterscheiben:

  • Die soziale Pflegeversicherung (SPV) ist an die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) gebunden. Die Prüfung der Pflegebedürftigkeit erfolgt durch der den medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK)auf Antrag des Pflegebedürftigen oder einer anderen Person z.B. eines Angehörigen. Finanziert wird die SPV wie die GKV nach dem Umlageverfahren.
  • Die private Pflegeversicherung (PVN) ist an die private Krankenversicherung (PKV) gebunden. Die Prüfung der Pflegebedürftigkeit in der PVN erfolgt durch die Leistungen entsprechen der SPV. Finanziert wird die PVN wie die PKV nach dem Kapitaldeckungsverfahren. Damit werden auch, wie in der PKV üblich Alterungsrückstellungen gebildet.
  • Die gesetzliche Pflegeversicherung reicht in der Regel nicht um die Kosten einer Pflegebedürftigkeit zu finanzieren. In diesem Falle gilt der abgewandelte Satz Kinder haften für Ihre Eltern. Deshalb macht es Sinn sich mit der Möglichkeit der privaten Pflegeversicherung zu beschäftigen.

In der Privaten Pflegeversicherung gibt es die folgenden Möglichkeiten:

  • Die Pflegetagegeldversicherung
  • Die Pflegekostenversicherung
  • Die Pflegerentenversicherung